Was wünschst du dir, dass jeder Redner wüsste?
Einstieg: Weisheit aus Erfahrung – was wirklich zählt
In dieser Folge teilen etablierte Experten der Speaking-Branche ihre wichtigste, oft hart erlernte Einsicht: Welche Erkenntnisse hätten sie gerne früher gehabt? Der Fokus liegt nicht auf technischen Tricks, sondern auf den tiefgreifenden Prinzipien, die professionelle Redner langfristig erfolgreicher, nachhaltiger und wirkungsvoller machen. Anhand dieser Folge lässt sich ein Leitfaden erkennen – eine Sammlung von Perspektiven, die jungen, wie auch etablierten Speakern helfen sollen, typische Fallen zu vermeiden und Prioritäten sinnvoll zu setzen.
Langfristiges Denken schlägt kurzfristige Erfolge
Ein wiederkehrender Rat ist, dass Speaker den „langen Atem“ brauchen. Schnell sichtbare Erfolge oder virale Momente sind zwar nett, aber sie ersetzen nicht die kontinuierliche Entwicklung von Reputation, Beziehungen und Qualität. Viele Profis geben heute zu, dass sie sich in ihrer Anfangszeit zu sehr auf kurzfristige Anerkennung konzentriert hätten, statt ihr Geschäft als echtes Unternehmen aufzubauen. Diese Denkweise fordert dazu auf, Metriken und Ziele stärker auf Nachhaltigkeit und langfristiges Wachstum auszurichten, statt nur auf Sichtbarkeit oder unmittelbaren Effekt.
Verbindung mit dem Publikum: Authentizität als Kernwert
Ein weiterer zentraler Punkt ist die authentische Verbindung zum Publikum. Experten betonen, dass Sprachkunst mehr ist als nur gutes Reden: sie ist echte Resonanz mit dem Publikum. Authentizität – nicht inszenierte Performance – erzeugt Vertrauen, Erinnerung und Beziehung. Das bedeutet: Speaker sollten nicht nur Fachwissen präsentieren, sondern Empathie, echtes Interesse und echte Präsenz zeigen. Zuhörer merken, wenn etwas „echt“ ist – und genau das bleibt im Gedächtnis.
Fokussiertes Servieren statt Ego-Inszenierung
Ein dritter, immer wieder genannter Gedanke ist die Warnung vor Ego-Fallen. Zu Beginn der Karriere neigen viele Speaker dazu, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen – mit persönlichen Erfolgen, Titeln oder lauten Inszenierungen. Die Gesprächspartner mahnen, dass sich der Fokus darauf richten sollte, dem Publikum zu dienen – nicht der eigenen Selbstdarstellung. Serviceorientierung bedeutet, Inhalte und Botschaften so auszurichten, dass sie konkrete Herausforderungen, Fragen oder Ziele der Zuhörer beantworten. Diese Haltung schafft Mehrwert und Vertrauen – und damit nachhaltige Wirkung.
„Easy to Work With“: Professionelle Zusammenarbeit als Wettbewerbsvorteil
Ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor im Speaking Business, der in der Folge hervorgehoben wird, ist die Arbeitsethik und Zusammenarbeit mit Veranstaltern, Agenturen und Eventplanern. Speaker, die professionell, zuverlässig und angenehm im Umgang sind, werden häufiger wieder eingeladen. Die Experten betonen, dass Fachkompetenz allein nicht genügt. Wer zugleich verlässlich, respektvoll und lösungsorientiert mit dem Team im Hintergrund zusammenarbeitet, schafft sich einen Wettbewerbsvorteil – und baut langfristige Buchungsbeziehungen auf.
Strategie statt Zufall: Nachhaltige Positionierung
In mehreren Stellungnahmen der Folge wird deutlich, dass Strategie besser ist als Zufall. Speaker sollten ihr Angebot nicht nur auf Intuition oder Hoffnung auf Anfragen basieren, sondern aktiv Marktpositionierung, Angebotsformulierung und Zielgruppenansprache planen. Das umfasst u. a.: • klare Definition der Zielgruppe • verständliche Darstellung des Nutzens für Auftraggeber • konsistente Marken- und Kommunikationsstrategie Diese Elemente helfen, die eigenen Stärken klar zu präsentieren – und sprechen jene Entscheider an, die bereit sind, Speaker langfristig zu engagieren.
Persönliche Weiterentwicklung: Lernen, Reflektieren, Anpassen
Abschliessend empfehlen die Experten, Lernbereitschaft und Reflexion zur Gewohnheit zu machen. Heute verfügbare Erkenntnisse wären vielen anfangs nützlich gewesen – aber jeder kann sie jetzt nutzen. Speaker werden ermutigt, regelmässig Feedback einzuholen, ihre Inhalte zu überprüfen und an ihrem Stil zu arbeiten. Sich weiterzuentwickeln bedeutet nicht nur, neue Techniken zu lernen, sondern auch innere Haltung und Werte immer wieder zu überprüfen – und diese mit dem beruflichen Wachstum in Einklang zu bringen.
Abschlussfrage
„Welche eine Gewohnheit oder Einsicht, die du heute gelernt hast, könntest du morgen in dein Speaker-Business integrieren – und wie würde sich dadurch dein Wert für dein Publikum und deine Auftraggeber verändern?“
Mehr Infos zu Bruno Erni auf https://www.brunoerni.com und Thomas Skipwith auf https://www.thomas-skipwith.com. Die gesprochene Version des gesamten Interviews mit persönlichen und nützlichen Hinweisen der Interviewpartner finden Sie auf https://thomas-skipwith.com/podcasts/. Eine gute Adresse für Tipps und Tricks zu Präsentationen und Pitches: www.52redetipps.ch
Kommentare
Neuer Kommentar