Führen mehr Posts zwingend zu mehr Sichbarkeit?
Einstieg – Warum digitale Präsenz für Speaker heute zählt
Die Episode beginnt mit dem Hinweis, dass eine starke digitale Präsenz für Speaker / Redner nicht mehr optional, sondern Pflicht ist. In Zeiten, in denen Veranstalter, Kunden und mögliche Auftraggeber sich online orientieren, entscheidet der erste Eindruck im Netz oft über Chancen. Der Gast Carolyn K. Cummins erklärt, dass es nicht darum geht, einfach „irgendwie“ online präsent zu sein – sondern strategisch, fokussiert und mit Wiedererkennungswert.
Die Content Pillars – Ihr Fundament der Inhalte
Carolyn führt den Begriff „Content Pillars“ ein – also in etwa drei bis fünf tragende Säulen, auf denen Ihre Inhalte ruhen. Diese Säulen helfen Ihnen, thematisch fokussiert zu bleiben, konsistent aufzutreten und Ihre Zielgruppe anzusprechen. • Ein Content Pillar könnte beispielsweise sein: „Leadership und Veränderung“ – eine andere: „Digitale Transformation“ – eine dritte: „Menschliche Kompetenzen“. • Wichtig: Pro Pillar überlegen, wer damit angesprochen wird, welches Problem gelöst wird und welcher Wert vermittelt wird. • Mit diesen Säulen vermeiden Sie, dass Ihre Inhalte beliebig wirken, und schaffen stattdessen wiedererkennbare Themenräume. Carolyn betont, dass dies nicht starr gemeint ist – aber die Struktur bringt Klarheit: Wann poste ich was? Welches Thema kommt gerade dran? Wo bleibe ich konsistent?
Das „VisibilityTriangle“ – Wie Sie Ihre Sichtbarkeit messen und steigern
Ein zentrales Modell der Episode ist das sogenannte „VisibilityTriangle“ (Sichtbarkeits-Dreieck). Carolyn erläutert, dass Sichtbarkeit nicht nur heisst: möglichst viele Inhalte veröffentlichen, sondern drei Dimensionen ausgewogen zu betrachten:
- Distribution – Wie verbreite ich meine Inhalte? (Social Media, Newsletter, Website usw.)
- Engagement – Wie reagiert das Publikum? Wird kommentiert, geteilt, rückgefragt?
- Relevanz / Resonanz – Trifft meine Message wirklich beim Publikum ein? Versteht man, wer ich bin, was mein Thema ist? Wenn eine Seite des Dreiecks schwächelt – z. B. viele Inhalte, aber kaum Engagement – dann ist der Hebel nicht einfach noch mehr Posts, sondern gezielte Verbesserung: etwa bessere Ansprache, stärkere Einbindung, gezielte Kanäle. Carolyn empfiehlt, das Sichtbarkeits-Dreieck regelmässig durchzugehen: Welche Inhalte haben gut funktioniert? Wo wurde wenig reagiert? Welche Themen haben Resonanz erzeugt? Auf dieser Basis lässt sich die digitale Präsenz systematisch weiterentwickeln.
Umsetzungsschritte – So gestaltest du deine digitale Präsenz
Im weiteren Verlauf gibt Carolyn konkrete Umsetzungstipps: • Website / Bio / Profilpflege: Ihre Online-Visitenkarte muss klar definieren, wer Sie sind, worüber Sie sprechen und was der Nutzen ist. • Inhalte regelmässig veröffentlichen, aber nicht ins Blaue hinein: Nutzen Sie Ihre Content Pillars als Leitlinie, damit Klarheit und Themenfokus bleiben. • Call to Action (CTA): Jede Veröffentlichung sollte idealerweise eine Handlung auslösen – etwa Anmelden für Newsletter, Teilen eines Beitrags, Kontakt aufnehmen. • Authentizität und Persönlichkeit zeigen: Gerade im digitalen Raum zählt, dass Sie „menschlich“ wirken – nicht nur eine Marke, sondern eine Person mit erreich- und spürbarem Mehrwert. • Analysemessung: Nutzen Sie Tools oder einfachere Kennzahlen, um die drei Aspekte des VisibilityTriangle zu beobachten – z. B. Likes/Kommentare (Engagement), Reichweite (Distribution), Direktnachrichten oder Anfragen (Resonanz). • Kanalwahl bewusst treffen: Nicht jeder Kanal ist geeignet – je nach Zielgruppe und Stil. Es macht mehr Sinn, zwei bis drei Kanäle gut zu bedienen, als auf allen Plattformen halbherzig präsent zu sein.
Warum dieser strukturierte Ansatz wirkt
Carolyn macht deutlich: Viele Speaker verfallen in „Content-Chaos“ – sie posten hier etwas, folgen dort einer Trendidee – aber es fehlt an Wiedererkennbarkeit, an Strategie. Mit dem Ansatz der Content Pillars + VisibilityTriangle entsteht ein Rahmen, der hilft: effizienter Inhalte produzieren, zielgerichteter wirken, sichtbar bleiben. Darüber hinaus hebt sie hervor, dass Sichtbarkeit heute nicht mehr nur bedeutet: „Ich mache ein schönes Video und warte auf Anfragen.“ Sondern: Sie müssen aktiv Ihre Inhalte verbreiten, Beziehungen pflegen, Daten überprüfen und nachjustieren – damit Ihre digitale Präsenz im Markt wirkt und Sie als Speaker gefunden werden.
Frage an das Publikum
Zum Schluss fordert Carolyn K. Cummins das Publikum auf mit folgender Frage: „WelchenContent-Pillar würden Sie heute festlegen – und welchen konkreten Schritt machen Sie noch diese Woche, um das Sichtbarkeits-Dreieck Ihrer digitalen Präsenz zu stärken?“
Mehr Infos zu Bruno Erni auf https://www.brunoerni.comund Thomas Skipwith auf https://www.thomas-skipwith.com. Die gesprochene Version des gesamten Interviews mit persönlichen und nützlichen Hinweisen der Interviewpartner finden Sie auf https://thomas-skipwith.com/podcasts/. Eine gute Adresse für Tipps und Tricks zu Präsentationen und Pitches: www.52redetipps.ch
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